Die Falken Unterbezirk Bochum

 

Stadtteilprojekte

 


Projektkoordinatorinnen Hamme / Hofstede / Riemke:

Beatrice Röglin, Tel.: 0152 / 56170829, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Daria Stolfik, Tel.: 0152 / 54962528, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HaRiHo bei Facebook: https://www.facebook.com/Stadtteilpartner

Im März 2018 haben wir in Kooperation mit der Bochumer Wilbergschule im Zuge ihres Kinderrechetages eine RED HAND-Aktion als Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldat*innen ausgestaltet.


Am 20. Juni 2018 haben die Schüler*innen die Möglichkeit bekommen die 79 selbst gemachten Handabdrücke sowie die dazu gehörigen Wünsche und Forderungen im Jugendhilfeausschuss der Stadt Bochum an einige Lokalpolitiker*innen verschiedener Parteien zu übergeben und von der Aktion zu berichten.

Stellvertretend waren zwei Mädchen der 4. Klasse im Rathaus und haben sich versichern lassen, dass die Handabdrücke ihren Weg bis zur Bundesebene finden.

 

Mittlerweile wurden die roten Hände von Hermann Päuser, dem Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Bochum, an Axel Schäfer (Mitglied des Deutschen Bundestages) weiter gegeben, der sie mit den Worten "initiiert von den „Kleinen“ - eine Aufforderung für die „große Politik“" entgegen nahm.

 

 

Wollt ihr euch auch an der weltweiten Aktion beteiligen, die jedes Jahr stattfindet? Dann schaut mal hier: www.redhandday.org oder sprecht uns an!

Den Themenwünschen von Eltern und Kita-Kindern entsprechend haben wir für die Sommerferien 3 Eltern-Kind-Angebote für Eltern mit Kindern von 3 bis 6 Jahren und ihre älteren Geschwisterkinder zusammen gestellt.

Wir möchten damit Familien, die in den Sommerferien (aus welchen Gründen auch immer) nicht verreisen (können), ein Freizeit- und Bildungsangebot in ihrem Nahraum anbieten.


Nähere Informationen zum Ferienpass, mit dem unsere Ferien-Angebote kostenlos wahrgenommen werden können, sind hier zu finden:

https://www.bochum.de/C125…/vwContentByKey/W298BA5W992BOCMDE

Den Bürgerinnen und Bürgern in Bochum-Hamme stehen 56.000 Euro aus dem so genannten „Verfügungsfonds Hamme“ zur Umsetzung von Stadtteil-Projekten zur Verfügung, die der Eingliederung von Geflüchteten dienen. Das Geld stammt aus dem Sonderprogramm NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ und Mitteln der Stadt.

Die Bandbreite förderungsfähiger Projekte ist groß: Veranstaltungen, Workshops oder Kurse mit Kindern und Jugendlichen, Familien oder Senioren, Integrations- und Kulturprojekte, aber auch kleinere Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils können gefördert werden. Aufgrund des speziellen Förderhintergrundes sollen diese Veranstaltungen und Projekte insbesondere den Zugang und die Teilhabe von Geflüchteten ermöglichen.

Der „Verfügungsfonds Hamme“ unterstützt bürgerschaftliche Projekte mit der genannten Zielsetzung mit maximal 5.000 Euro pro Projekt. Die Projekte sollen dem Stadtteil Hamme sowie den Bewohner/-innen zu Gute kommen. Über die Verteilung der Gelder entscheidet ein Stadtteilbeirat, der sich aus 9 Mitgliedern zusammensetzt und sich in den kommenden Wochen zu einer ersten, konstituierenden Sitzung trifft.

Grundsätzlich kann jede/r die Förderung eines Projekts beantragen. Dies können Ansässige, Gruppen, Initiativen, (Förder-)Vereine, Einrichtungen und Verbände, aber auch Menschen sein, die in Hamme ihrem Beruf nachgehen, ihre Freizeit verbringen oder sich für den Stadtteil einsetzen wollen.


Vorschläge können im Quartiersmanagement HaRiHo oder bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Auf der Homepage der Stadt Bochum (www.bochum.de/stadterneuerung) werden in Kürze weitergehende Informationen zum Verfügungsfonds, insbesondere zur Antragsstellung, bereitgestellt.

Bis Ende Mai ist das Quartiersmanagement HaRiHo im Bürgerhaus Hamme aufgrund von Umbauarbeiten nicht für Besucher zugänglich – bleibt aber per Telefon und Mail erreichbar.

Anfragen und Informationen:


Frau Daria Stolfik und Frau Beatrice Röglin, Quartiersmanagement HaRiHo – die Stadtteilpartner, Stadtteilbüro: Amtsstraße 10-12, 44809 Bochum, Tel.: 0152 - 549 62 52 8 oder 0152 – 561 70 82 9, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Herr Gerrit Pannenborg, Amt für Stadtplanung und Wohnen; Tel: 0234/910 3709;
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Erfahrungsbericht des Lehrers und der Schüler*innen der 10.7 der Heinrich-Böll-Gesamtschule, mit denen wir die NS-Gedenkstätte Vogelsang in der Eifel besucht haben:


"Dank unserer wunderbaren Schulsozialarbeiterin Frau Onat-Seykan und der engagierten Sozialarbeiterinnen von HaRiHo (...) konnte unsere 10.7 am 13.11.2017 einen besonderen Ort besuchen (...).


In Vogelsang wurden in der NS-Zeit junge Erwachsene zu führenden Nazis ausgebildet. Sie sollten nach vierjähriger Ausbildung darauf vorbereitet werden, staatliche Verwaltungen in den Ländern aufzubauen, die Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg überfallen und beherrschen sollte. Die Gebäude von damals stehen noch, hinzugekommen sind einige Häuser, die von der belgischen Armee errichtet wurden, als diese nach dem Krieg dort stationiert war, sowie ein Besucherzentrum.

Der Besuch hat unsere SchülerInnen tief beeindruckt:

 


Alina: „Dort angekommen staunten wir über die Größe des Gebiets mit der schönen Natur. Von den Bergen aus konnte man bis nach Belgien sehen. Das Ausbildungslager ist noch fast komplett erhalten und hat sogar ein eigenes Kino und ein Schwimmbad. Wir haben nur einen kleinen Teil der Anlage besichtigen können und fühlten uns „klein“ angesichts der Natur, der riesigen Anlage, der großen Gebäude, der großen Fenster, der großen Räume. Jeder sollte sich so „klein“ wie nur möglich fühlen. Es war beängstigend.“

 


Lara: „Wir haben eine Führung über das Gelände bekommen. Uns wurden alte Räume gezeigt, wo die „Nazikader“ unterrichtet wurden, die Ärztekammern, ein Tresor, so groß wie ein normaler Raum mit einer normalen Tür. Die anderen Räume waren teilweise so groß wie bei manchen von uns heute eine ganze Wohnung, sie waren alle miteinander verbunden. Hier war man nie allein und unbeobachtet.“


Vanessa und Aleyna: „Thomas, ein Mitarbeiter der Gedenkstätte, hat mit uns ein Spiel gespielt, bei dem wir uns alle gegenseitig gezeichnet haben, um uns zu zeigen, dass jeder anders ist. Nach dem Spiel gab es eine Präsentation über Vogelsang mit Fotos, wie es dort aussah, als es noch eine NS-Ausbildungsstätte war. Auf den Bildern war deutlich zu erkennen, wer etwas zu sagen hat und wer gehorchen musste, denn die, die etwas zu sagen hatten, standen immer oben auf den Tribünen, und die einfachen Ausbildungsschüler standen alle unten in Reihen aufgestellt. Sie waren alle gleich gestellt, alle waren ungefähr gleich groß und hatten die gleiche Uniform an. Es war überhaupt gar kein Unterschied zwischen den einzelnen Menschen zu erkennen. Da wurde uns klar, warum wir vorher das Spiel gespielt haben, denn jede Zeichnung war anders, weil jeder von uns seine eigenen Merkmale hat, ob Brille, Muttermale oder die Augen. Durch die besonderen Merkmale unterscheiden wir uns voneinander, was jeden von uns zu einer einzigartigen Person macht.“

 


Ersin: „Wir haben uns schon so an die Freiheit gewöhnt, dass jeder so sein kann, wie er will, dass wir am Anfang den Sinn des Spiels nicht verstanden haben. Früher sollten alle so gleich aussehen wie möglich. Der Vogelsang-Ausflug hat mir deshalb gezeigt, in was für einer friedlichen Zeit wir leben und wie sehr ich das schätzen sollte.“

 


Selim: „Ich fand es echt beeindruckend, dass ich an einem Ort war, in dem Nazis ausgebildet wurden. Man hat auch viel darüber erfahren, wie es damals war. Viel hat sich da nicht verändert, wenn man sich die Bilder von damals ansah. Ich hab mich auch ein bisschen unwohl gefühlt.“

 


Vanessa und Aleyna: „Auf der Rückfahrt wurde noch sehr viel über die Fahrt geredet, da viele etwas erfahren haben, von dem sie vorher nichts gewusst haben.“ Enno: „Die Reise nach Vogelsang war spannend und informativ, eine Erfahrung fürs Leben, die man nie vergessen wird.“

 


Dieser Tag blieb nicht nur den Schülerinnen und Schülern in Erinnerung. Insbesondere auf der Rückfahrt im Bus, der Tag ging zu Ende, es wurde langsam dunkel, und wir kamen wegen des Berufsverkehrs auf der Autobahn kaum voran, entstand eine ganz besondere Atmosphäre: Ich habe meine Klasse noch nie so leise und nachdenklich, ja, noch nie so erwachsen erlebt wie an diesem Abend. Vielen Dank an Frau Onat-Seykan, an HaRiHo und an das Programm „Demokratie leben“, das uns die Fahrt finanziert hat."

 

Benjamin Kramm